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Wieso ist eine Ölanalyse sinnvoll?

Handelt es sich um die für den Kilometerstand erwarteten Ölalterungsprozesse? Liegt ein bisher unentdeckter Schaden oder ungewöhnlicher Verschleiß vor? Sie glauben, Ihr Motor läuft nicht ganz rund und es droht ein Schaden? Ist Ihr bereits verwendetes Motoröl das Beste für Ihren PKW? Eine Ölanalyse bringt Klarheit und liefert Hinweise auf notwendige Reparaturmaßnahmen oder einen erforderlichen Ölwechsel.

  • Die hoch additivierten Schmierstoffe von heute sind für Oldtimer meistens nicht geeignet. Sie benötigen unlegierte oder sehr mild legierte Schmierstoffe.
  • Die Liebhaber von klassischen Fahrzeugen wissen regelmäßige Ölanalysen zu schätzen. Denn auftretende Schäden können frühzeitig erkannt werden, bevor ein teures Bauteil ausgetauscht werden muss.
  • Mit Schmierstoff- und Ölanalysen produzieren Sie aufgrund längerer Ölwechselintervalle weniger Altöl und entlasten damit die Umwelt. Sie verlängern die Lebensdauer Ihrer Maschinen und deren Komponenten und nutzen Ihre Ressourcen effektiver

So einfach geht’s:

  • Kleine Ölmenge entnehmen, einsenden, fertig
  • Laborprüfung durch eines der weltgrößten Zertifizierungsunternehmen
  • Detaillierter Analysebericht mit Handlungsempfehlungen
  • Sicher sein & Motorschäden vorbeugen

7 Gründe für Ölanalysen im Überblick

Welche Aussagen erhalte ich?

► Erhöhtes Eisen im Öl kann zum Beispiel bedeuten, dass die Einspritzdüsen einen Verschleiß aufweisen, oder zeigt Verschleiß durch Korrosion (Wasser, Säuren…) oder Feinstabrieb.

► Viel Alu im Öl weist oft darauf hin, dass etwas mit den Zylindern nicht Ordnung ist.

► Viel Silizium bedeutet Dreck, Sand und Staub hin, der sich abrasiv und damit verschleißfördernd auswirkt. Das Filtersystem sollte überprüft werden. Bei hohen Werten ist die Handlungsempfehlung, den Lufteinlass- und Ölfilter auszutauschen.

Blei und Kupfer weisen darauf hin, dass sämtliche Lager erhöhten Verschleiß aufweisen und somit beschädigt sein können

► Ein erhöhter Wassergehalt kann die Ursache haben, dass das Fahrzeug häufig auf Kurzstrecken bewegt wurde. Das Öl wurde nicht über einen längeren Zeitraum so erhitzt, dass das Wasser verdampft ist.

► Durch zu viel Kraftstoff wird das Motorenöl verdünnt und der Aufbau eines tragfähigen Schmierfilms beeinträchtigt.

► Werte von Kalium und Natrium lassen auf Kühlmittel schließen, der Kopf sollte auf Risse oder andere Ursachen des Kühlmitteleintritts analysiert wer-den.

Eine Schmiermittel-Analyse gibt auf einfachem Weg Aufschluss über den Verschleißzustand im Innersten der Technik. Die Untersuchung zeigt, ob das Öl noch Fremdstoffe aufnehmen kann und wie gut es dem Auto wirklich geht. So lassen sich teure Folgeschäden vermeiden und kosten- und zeitintensive Ölwechsel können besser geplant werden.

Welche Parameter werden gemessen?

  1. Mit dem ICP-Verfahren können mehr als 30 verschiedene Verschleißmetalle, Verunreinigungen und Additive bei einer optimalen Nachweisgrenze bestimmt werden. Die im Öl vorhandenen Verschleißmetalle sind wichtige Datenträger. Ihr Vorhandensein erlaubt unmittelbare Rückschlüsse auf den Verschleiß der Bauteile bzw. Maschinenelemente, von denen die Partikel stammen könnten. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um korrosiven Verschleiß oder um mechanischen Verschleiß handelt
  2. Mit dem PQ-Index werden, im Gegensatz zur AES (Atom-Emissions-Spektroskopie), die Eisenpartikel > 5 µm nicht feststellen kann, alle Verschleißpartikel unabhängig von ihrer Größe erfasst, die magnetisierbar sind. Beurteilt wird der Unterschied des AES-Eisengehalts mit dem Ergebnis des PQ-Index. Ist der Eisenwert in mg/kg hoch, der PQ-Index aber niedrig, dann ist der Eisenabrieb wohl durch Korrosion entstanden. Denn Rost ist kaum magnetisierbar, liefert also einen niedrigen PQ-Index. Ein hoher Wert für den PQ-Index bei gleichzeitig niedrigen Eisenwerten aus der AES weist immer auf einen akuten Verschleißvorgang wie z. B. auf Fressverschleiß hin.
  3. Die Bestimmung der Viskosität dient zur Beschreibung des Fließverhaltens von Flüssigkeiten. Das ISL Houillon Viskosimeter besteht aus je einem 40 °C bzw. 100 °C Temperierbad, in denen jeweils 4 Kapillarviskosimeter eingesetzt sind. Die Zeit, die das Öl benötigt um eine bestimmte Messstrecke zu durchlaufen, wird mit Hilfe der Kapillarkonstanten in die kinematische Viskosität bei 40 °C und bei 100 °C umgerechnet. Mit den Viskositätswerten bei 40 °C und 100 °C wird der VI (Viskositätsindex) berechnet. Je höher der VI, desto geringer ist die temperaturbedingte Viskositätsänderung.
  4. Das Infrarotspektrum einer Probe liefert im Vergleich zum Spektrum eines entsprechenden Frisch- oder Referenzöles Informationen über Ölveränderungen oder Verunreinigungen. Zum Beispiel kann über Sauerstoffbindungen, die neu in einer Probe zu finden sind, auf die Ölalterung geschlossen werden. Veränderungen bei für OH-Gruppen charakteristischen Wellenzahlen können als Wasser interpretiert und in % angegeben werden. Durch Vergleich mit den hinterlegten Frischölspektren gibt das Verfahren zudem schnell und zuverlässig Auskunft, ob es sich bei einem unbekannten Öl um ein Mineralöl, „Bioöl“ oder Syntheseöl handelt. Auch Vermischung unterschiedlicher Öltypen ist oft feststellbar.
  5. Das Schmutztragevermögen von Motorenölen, das Hinweise auf die Motorensauberkeit zulässt, verschlechtert sich durch Additivabbau, Oxidation und saure Reaktionsprodukte aus der Kraftstoff-Verbrennung. Neben der IR-Spektroskopie zeigt der Tüpfel durch eine gleichmäßige Verteilung der Rußpartikel, ob das Öl noch in der Lage ist, Verunreinigungen so in Schwebe zu halten, dass sie zum Filter transportiert und ausgefiltert werden. Die Intensität der Dunkelfärbung zeigt den Rußgehalt. Ein transparenter Außenring zeigt Kraftstoff. Bei Frostschutz-Glykol verteilt sich der Öltropfen nicht. Durch das unbestechliche Auge der Kamera kann das subjektive Empfinden bei einer persönlichen visuellen Betrachtung objektiv und reproduzierbar in Zahlenwerte umgesetzt werden.
  6. Kraftstoff gelangt als Kondensat bei Kaltstarts, über Blow-by-Gase, wegen falsch eingestellter Vergaser oder falschem Timing, auf Grund verstopfter Luftfilter oder defekter Einspritzdüsen ins Motorenöl. Auch der vergleichsweise zündunwilligere “Biodiesel” ist als Kraftstoff im Öl zu finden. Durch zuviel Kraftstoff wird das Motorenöl verdünnt und der Aufbau eines tragfähigen Schmierfilms beeinträchtigt.
  7. Die BN gibt die alkalische Reserve eines Schmierstoffs zur Neutralisation von Säuren, die z.B. während eines Verbrennungsvorgangs entstehen können, an. Die Veränderung der BN erlaubt im Frischölvergleich eine wesentliche Aussage über den weiteren Öleinsatz.

Welche Arten von Ölanalyse gibt es?

  1. Schmierstoffanalysen im Ölanalyse-Labor                           OELCHECK, ANAC, SGS
  2. Tüpfeltest /  Chromatographie = Schnelltest                        MOTORcheckUP

Stefan Mitterer, Geschäftsleiter Technik, Service & Vertrieb bei OELCHECK GmbH, sagt zu den Tüpfeltest Folgendes: „Wir machen einen ähnlichen Tüpfeltest bei Diesel- oder Benzinmotorenöl. Aber es ist für uns zunächst einfach mal nur ein optischer Eindruck. Wenn man viele dieser Tüpfel gesehen hat, kann man extremen Kraftstoffeintrag, viel Ruß im Öl oder Kühlmitteleintrag zunächst mal vermuten. Genauere Aussagen über den Ölzustand oder inwieweit verschiedene Werte wirklich erhöht sind würde ich mir aus diesem einen Schnelltest nicht trauen herauszulesen. Bei einem Getriebe- oder Hydrauliköl stelle ich mir das noch schwieriger vor. Hier spielen andere Parameter als beim Motor durchaus eine Rolle, die man nur anhand eines Tüpfels aber kaum herauslesen kann. Sollte die Bewertung primär auf der Helligkeit des Tüpfels basieren würde ich einem unseren Kunden nur ungern ohne weitere Infos eine Maßnahme oder Ölwechsel empfehlen wollen.“

Ein Vergleich: OELCHECK, SGS, ANAC, Motor Check Up, OILYSE

OELCHECK GmbH

Über 2.500 Proben werden in den Laboren von OELCHECK täglich analysiert und ausgewertet. Hierbei werden neben Motor-, Getriebe- und Differential-Öl auch Hydrauliköle, Wasserproben und Kühlmittel untersucht. OELCHECK ist das führende Labor für Schmier- und Betriebsstoffanalysen in Europa. Unser Ölanalyse-Labor in Brannenburg ist state-of-the-art. Die Grundlage für einen treffenden Laborbericht bildet immer der Probenbegleitschein, den Sie möglichst komplett ausfüllen sollten. Denn nur im Zusammenhang mit den Angaben zum Schmierstofftyp sowie der Einsatzzeit des Öls und den Details zur Maschine können unsere erfahrenen Tribologen genaue Schlüsse ziehen, welche Ursache etwaige Veränderungen im Schmierstoff haben können. Dabei setzen sie auch ihre reichhaltigen Hintergrundkenntnisse über Anlagen, Maschinen, Produktionsprozesse und Schmierstoffe ein. Die OELCHECK-Tribologen verfügen über ein fundiertes maschinenbauliches Allgemeinwissen und reichhaltige Berufserfahrung aus verschiedensten Branchen. Diese Kenntnisse der Anlagen, Maschinen und der Produktionsprozesse, in denen Sie eingebunden sind, sind bei der Erstellung der Laborberichte genauso wichtig wie die anwendungstechnischen Erfahrungen mit Schmierstoffen. Die Tribologen kommentieren unter Berücksichtigung aller Daten und Einsatz Ihrer jahrelangen Erfahrung jeden Laborbericht individuell.

ANAC

ANAC ist ein Diagnosesystem für den Antriebsstrang, das auf der wissenschaftlichen Interpretation von Analysedaten, erhalten aus der Gebrauchtölanalyse, basiert. Es ermöglicht dem Flottenmanager, die Kosten seines Fahrzeug­ / Maschinenparks zu reduzieren und den Einsatz zu optimieren. ANAC wird empfohlen zur:

 – Systematischen Kontrolle der Antriebsstrangkomponenten durch Analyse des Abriebs und des Schmierstoffs

 – Vorbeugung von Schäden

 – Standzeitverlängerung der Antriebskomponenten

 – Kostenreduzierung pro Kilometer, Meile oder Betriebsstunde durch Optimierung der erforderlichen Instandhaltungsarbeiten

SGS

SGS ist das weltweit führende Unternehmen für Inspektion, Verifizierung, Prüfung und Zertifizierung. Mit mehr als 89.000 Mitarbeitern betreibt es ein Netzwerk von mehr als 2.600 Büros und Labors auf der ganzen Welt. Spezielle Ölanalysen gab es dabei bisher nur für den industriellen Bereich. In dem Fuel Technology Center und Schmierstofflabor der SGS in Speyer (Rheinland-Pfalz) wird die Qualität von Kraftstoffen aus mehr als 150 Ländern bereits seit über 30 Jahren für weltweit führende Fahrzeughersteller und Mineralölkonzerne analysiert. Dank des Rundumservices von SGS kann dieses langjährige Know-how jetzt von allen auch für das eigene Fahrzeug genutzt werden.

Mit dem Öl-Testkit, das sich insbesondere für ältere Autos und Motorräder sowie Motorboote eignet, eröffnet SGS diese Möglichkeit nun zum Beispiel auch für Werkstätten.

MOTORcheckUP

MOTORcheckUP ist ein chemisch basiertes Analyse – und Auswertesystem. Mit diesem System werden die Bestandteile des Motorenöls, Bremsflüssigkeiten, Servolenkungsöl (Hydrauliköl) sowie Getriebeöl untersucht. Im Vorfeld bietet sich ein Analyseverfahren an, das ohne großen labortechnischen Aufwand erste Rückschlüsse auf den Zustand des Motors zulässt.

Dieses Verfahren beruht auf dem Prinzip der Chromatographie (zu Deutsch Farbenschreiben). Chromatographie wird in der Chemie ein Verfahren genannt, das die Auftrennung eines Stoffgemisches durch unterschiedliche Verteilung seiner Einzelbestandteile zwischen einer stationären und einer mobilen Phase erlaubt. Dieses Prinzip wurde erstmals Aus den Ergebnissen kann abgelesen werden welche möglichen Defekte vorliegen und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. MOTORcheckUP: Nur ein Tropfen des Öls oder der Flüssigkeiten reicht aus, um in den Motor, Bremse, Lenkung oder Getriebe zu schauen

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